Früher oder später taucht doch fast bei jedem die Equipment-Frage auf. Obwohl ich weiß, dass gute Fotos kein teures Equipment voraussetzen, sondern ein gutes Auge und einen guten Fotografen benötigen, möchte ich hier Equipment vorstellen, von dem ich rundum überzeugt bin und es euch guten Gewissens weiter empfehlen kann! Denn gutes Equipment macht noch lange keine Fotos, aber kann einem in so mancher Situation den Hintern retten.
Kamera
Nikon D700
Bisher gab es keine Situation, die ich nicht mit der D700 hätte meistern können, der große Vollformatsensor bietet mir auch nur eine gute Qualität in High ISO Bereichen. Den hellen und großen Sucher möchte ich auch auf keinen Fall mehr missen und auch die robuste Verarbeitung wusste ich schnell zu schätzen. Auch wenn die D700 jetzt nicht mehr das aktuellste Model von Nikon ist, leistet sie immer noch fantastische Ergebnisse! Jedem, der den Umstieg ins Vollformat wagen möchte, kann ich diese Kamera wirklich empfehlen, ihr werdet sie lieben.
Zusammen mit dem MB-D10 könnt ihr die Serienbilder noch einmal auf 8 Bilder/s steigern, außerdem wird die Kamera um einiges schwerer und dadurch griffiger.
Objektive
Das 50mm war mein erstes Objektiv und ist immer noch mein absolutes Lieblingsobjektiv. Mit einer maximalen Offenblende von f1,4 meistert man nahezu jede Lichtsituation und kann eine unheimliche schöne Unschärfe erzeugen. Beachtet, dass die AF-D Objektive bei Nikon keinen eigenen Motor im Objektiv haben, um diese mit einem Autofokus zu nutzen braucht ihr eine der größeren Nikon Modelle (diese wurden meines Wissens ab der D80 verbaut). Auch die etwas günstige Variante (50mm f1,8) kann ich bedenkenlos empfehlen!
Die Portraitmaschine schlecht hin! Leichtes Tele welches einen wunderschönen weichen Hintergrund produziert. Auf Hochzeiten und anderen Events eine meiner meist genutzten Linsen. Auch hier handelt es sich um die AF-D Variante ohne eigenen Motor, Nikon hat aber gerade auch eine neuere Version mit eigenem Motor (AF-G) veröffentlicht.
Nikon AF-S DX Nikkor 35mm F1,8G
Eigentlich ist es ja eine DX Linse, dennoch lässt sie sich am Vollformat gut nutzen. Es entsteht dabei eine leichte Vignette am Rand, die bei einer leicht geöffneten Blende aber nicht stört. Oft füge ich sowieso bei der Bearbeitung anschließend noch eine kleine Vignette hinzu, dies passiert halt automatisch. Ansonsten ist dieses Objektiv aber auch für alle zu empfehlen die keine Vollformatkamera besitzen und trotzdem ein sehr günstiges und lichtstarkes Objektiv suchen. Ein kleiner Geheimtipp unter den sonst recht teuren Linsen.
Sigma 70-200 F2,8 EX DG Makro HSM II
Anfänglich sträubte ich mich ein wenig vor Objektiven von Fremdherstellern. Das Sigma überzeugte mich jedoch relativ schnell vom Gegenteil. Die Behauptungen das Sigma Objektive das Bild oft nicht komplett scharf abbilden sollen, kann ich nicht bestätigen. Trotzdem rate ich euch beim Kauf ein wenig darauf zu achten und ggf. auch 2-3 Verschiedene zu testen. Das Einzige was hier fehlt ist leider der Bildstabilisator und der nicht ganz so fixe Autofokus. Insgesamt für den Preis aber ein durchaus zu empfehlendes Objektiv.
Zubehör
Irgendwann ist dann auch mal die ISO Power der D700 erschöpft und man muss auf Kunstlicht zurück greifen. Dafür ist dieses kleine Kraftpaket genau richtige, ich bin immer wieder überrascht wie viel Power aus diesem kleinen Kerl heraus kommt. Unterwegs und “On Location” genau das Richtige um schnell das passende Licht zu setzen. Ich blitze so gut wie ausschließlich entfesselt, d.h. der Blitz befindet sich dabei nicht auf der Kammer, dies geht wunderbar dank Nikons intelligentem CLS System.
Ich hasse Kameragurte! Ich kann es nicht leiden, wenn ständig irgendetwas an der Kamera herum baumelt, was man eigentlich gar nicht benötigt. Diese lästigen und unnötigen Probleme hören mit dem Sniper-Strap Gurt schlagartig auf. Die Kamera hängt an einem gesicherten Gurt auf Hüfthöhe und ist so jederzeit einsatzbereit, befestigt wird das Ganze durch ein Kugellager, welches wie ein Stativ darunter geschraubt wird. Nicht nur, dass nichts mehr an der Kamera umher baumelt, es ist nach längerer Zeit auch noch angenehm zu tragen.
Einfaches Blitzlicht sieht in den meisten Fällen noch nicht sonderlich gut aus, die Firefly Octabox ist da für mich der perfekte Lichtformer. Super schnell und einfach aufgebaut liefert sie richtig schönes Licht! Passt auf alle gängigen Systemblitze und wird in einem praktischen kleinen Täschchen geliefert.
Zugegeben, ohne Assistent ist es eher umständlich hiermit zu arbeiten, da es sich nur schlecht selbst halten lässt. Ist man jedoch zu zweit unterwegs ist die Firefly zusammen mit einem Systemblitz die richtige Kombination!
Eine schnelle Kamera braucht schnelle Speicherkarten. Seit mehreren Jahren nutze ich jetzt schon Speicherkarten von SanDisc, früher noch im SD Format heute die DF Karten, enttäuscht wurde ich hier noch nie. Und es gibt nicht viel wo ich mehr Angst vor hab, als Kunden irgendwann mitteilen zu müssen, dass ihre Fotos leider mit der Speicherkarte im Nirvana gelandet sind.
In meinem Batteriegriff stecken acht der Extreme Eneloops und in meinem SB-900 noch einmal vier der normalen Version. Eneloop Akkus zeichnen sich durch ihre sehr geringe Selbstentladung aus und liefern auch nach Monaten der Lagerung noch extrem viel Power. Nur das Ladegerät von Sanyo, welches auch direkt im Pack mit Akkus angeboten wird, kann ich leider nicht empfehlen. Es dauert ewig bis die Akkus mit dem Teil geladen sind, auch wenn sie danach wirklich lange halten, nervt das doch schon ziemlich.
Kostet nicht viel und nütz doch viel! Der kleine Lenspen liegt immer irgendwo in meiner Fototasche und dient zum schnellen und gründlichen Reinigen der Objektive. Auf der einen Seite ein feiner Pinsel für den groben Schmutz, auf der anderen Seite befindet sich ein kleiner Reiniger der mit einer Art Filz bezogen ist, dieser entfernt sämtlichen Schmutz auf den empfindlichen Stellen problemlos. Dabei ist der Lenspen kaum größer als ein Kugelschreiber.
Fotografieren ist erst die halbe Miete, ohne eine gute Nachbearbeitung geht heute nichts mehr. Lightroom 4 unterstützt einen hierbei richtig gut. Auch große Bildmengen von Reportagen und Ähnlichem kann man mit ein wenig Übung schnell bearbeiten ohne bei jedem Foto von vorne anfangen zu müssen. Ich bearbeite meine Fotos mittlerweile fast ausschließlich mit Lightroom und bin rundum zufrieden.
Gerade die schnelle Bearbeitung von Bildern, die in der selben Lichtsituation entstanden sind, ist grandios, auch die Rauschreduzierung haut mich jedes mal wieder vom Hocker.













