Indienreise – Hochzeitszeremonie (2)

Gestern zeigte ich euch ja bereits die Bilder vom ersten Tag der indischen Hochzeit, heute geht es direkt weiter mit der eigentlichen Zeremonie und Hochzeitsfeier.

Vorweg muss ich euch warnen. Dieser Artikel ist deutlich länger, als alles was ihr sonst von mir gewohnt seid. Ich habe versucht viele Anekdoten zu verschweigen. Stattdessen verweise ich gerne auf Freund, Trauzeuge des Bräutigams und meinen Second Shooter auf der Reise: Axel! Er hat auch neben seinem Job als Trauzeuge diverse grandiose Bilder mit meiner geliehenen Olympus OM-D E-M1 gemacht, die ich ebenfalls in diese Dokumentation eingefügt habe.

Der erste Teil der Hochzeit verbrachte das Brautpaar getrennt von einander. Ich war sehr glücklich auf meinen Second Shooter zurück greifen zu können und so nichts für die Reportage zu verpassen. Braut und Bräutigam wurden jeweils einzeln von einem Priester in einem eineinhalb stündigen Prozess gesegnet und auf die Trauung vorbereitet. Im Hintergrund ein paar wenige Familienangehörige, die aber alle sehr emsig damit beschäftigt waren sich zu unterhalten oder lautstark zu telefonieren.
Das Spektakel endete mit viel Farbpaste im Gesicht und Öl und Erde in den Haaren. Beide wurden anschließend feierlich zu ihrer Zimmerdusche getragen, wo sie sich für die Trauung frisch machen sollten.

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Während die Priester wieder allerlei Schalen mit rotem Pulver und bunten Blüten auffüllten, zogen die beiden sich ihr zweites Outfit für diesen Tag an. Der zweite Teil der Zeremonie bestand aus den unterschiedlichsten Segnungen und Ritualen.

Die genaue Bedeutungen jeder einzelnen Zwischenpunkte kenne ich leider auch nicht. Da die Braut hier aber mitliest, beantwortet sie euch spezifische Fragen bestimmt in den Kommentaren. <3

Insgesamt dauerte der zweite und letzte religiöse Teil zwei weitere Stunden. Zwei Stunden in dem die beiden Priester Gebete in einem unfassbaren Tempo herunter rasselten und mit Pulver und Blüten um sich warfen. Ganz schön spektakulär für mich als Unwissenden; vor allem wirkte es auf mich auch einfach unheimlich chaotisch. Da steckt schon mehr Pepp drin, als in den hier üblichen Hochzeiten.

Irritierender für mich war allerdings, dass anfänglich beschriebene Unterhaltungen und Telefonate auch jetzt zu keinem Zeitpunkt unterbrochen wurden. Mitten in der Zeremonie ging der in Indien noch typische Nokiaklingelton in voller Lautstärke los. Das Handy vom Priester klingelte und er gestikulierte, dass er nun erstmal telefonieren muss. Das warf mich als gebrandmarktes Kind der deutschen Kultur vollkommen aus den Socken…

Zur besseren Untermalung empfehle ich diese akustische Untermalung der zweistündigen Rede des Priester.

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Der dritte und letzte Teil des Tages bestand darin mit ca. 1000 (so ganz genau weiß das wohl niemand) anderen Gästen zu feiern, zu essen und zu trinken. Das Brautpaar sitzt hierzu die meiste Zeit auf einem kleinen Podest und lässt sich von den einzelnen Gruppen und Familien beglückwünschen und beschenken. Für die Fotos der Beglückwünschung engagierte die Familie der Braut glücklicherweise einen einheimischen Fotografen. So konnte ich mich in aller Ruhe der feiernden Meute widmen, das gute Essen genießen, indisches Bier verköstigen und ein wenig mit tanzen. :)

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Entschuldigt bitte, aber ich habe diesen Eintrag einfach nicht kürzer zusammenfassen können. Danke an alle, die dennoch bis hier durchgehalten haben. Und wenn ihr euch jetzt fragt, wo eigentlich die Bilder aus dem Brautpaarshooting sind, muss ich euch leider auf morgen vertrösten. Die passten nicht mal ansatzweise in den Zeitplan des Tages und machten wir einfach ein paar Tage später.

4 Kommentar

  1. Hi Pablo, was für eine Chance, was für Eindrücke! Das wird sicher dauern, bis du die verdaut hat. Es sind auf jeden Fall tolle Bilder entstanden – klasse! LG, Conny

  2. Lieber Pablo,

    ich hätte sogar noch länger schauen können und freu mich sehr auf den nächsten Eintrag! :)

Kommentare sind geschlossen.